Prolog

THE WORLD IS NOT ALWAYS CLEAN AND FULL OF FLOWERS LIKE A GARDEN MAGAZIN


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The Spitfire Experience

… not Egypt, near Glasgow !!!
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Jerusalem is eternal ! It is nothing & everything . . .!
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Alle guten Bücher haben etwas gemeinsames, sie sind wahrer, realer als die Wirklichkeit und wenn man ein gutes Buch fertig gelesen hat, dann ist es als wäre all das Gelesene einem selbst passiert und all dies ist ein Teil von einem selbst geworden; das Gute und das Schlechte, die Menschen, die Orte und sogar das Wetter. Als ich mit „Die Strasse der Ölsardinen“ und „Wonniger Donnerstag“ fertig war, hatte ich Freunde gewonnen, an deren Leben ich teilhaben durfte … das Zuklappen der Bücher war das Ende einer wunderbaren Reise, seit dem begleiten sie mich, die Freunde, ich werde sie nie vergessen und das ist fast 40 Jahre her.
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Silence is a killer and the truth a variable magnitude!
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Some things change, some things don´t ….
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“We Don’t Know Where We’re Going, Until We’re There”

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Smoke, Horse, Elephant and the Dog with a Bird
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Dispatches is beyond politics, beyond rhetoric, beyond ‘pacification’ and body counts and the ‘psychotic vaudeville’ of Saigon press briefings.
Its materials are fear and death, hallucination and the burning of souls. It is as if Dante had gone to hell with a cassette recording
of Jimi Hendrix and a pocketful of pills: our first rock-and-roll war, stoned murder.”
The New York Times
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Here I stand alone
With this weight upon my heart
And it will not go away
In my head, I keep on looking back
Right back to the start
Wondering what it was that made you change
*



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London irgendwann in den frühen 80ern.
Es war schon dunkel, als ich mich mit meiner alten XS 650 auf den Weg nach
Dover machte, ich wollte die erste Fähre nach Ostende nehmen,
die am morgen auslaufen würde. Nun, ich kam nicht weit, von der Wyatt Road
bis auf die Southwark Bridge, da blieb ich stehen und blickte mich um,
hypnotisiert von den Lichtern der Großstadt fuhr ich noch eine Weile,
bis ich kehrt machte und wieder eintauchte in
dieses Labyrint aus Häusern,  Strassen und Lichtern….
…dann war ich wieder in der Wyatt Road, wir setzten uns in die Küche,
tranken Darjeeling und aßen Toast mit Erdnussbutter
und Wilkin & Sons Tiptree Double One Orange & Tangerine Marmalade.
… ich blieb noch ein paar Tage.
*

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Boots on a shelf, bucket of bones, Benetton jumper, Spitfire propeller,
model army, Aftershave smelling Dackels, old Mercedes, Fleisch (bad cannibal film), Vollkorn.
these are a few of my favourite things . . .
Liz
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Some men see things as they are and say why – I dream things that never were and say why not.
George Bernard Shaw
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Ich schließe meine Augen
um zu sehen.
Paul Gauguin
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*Being ask so kindly: deep down under,
if you know what I mean
and I´m sure you do!
Marilyn
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The Major´s best friend, gets you out of any sticky Situation!


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Well we made a promise we swore we’d always remember
Like soldiers in the winter’s night with a vow to defend
Cause we made a promise we swore we’d always remember
No retreat, baby, no surrender
Blood brothers in the stormy night with a vow to defend
No retreat, baby, no surrender
*


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Good vibrations, allemal.
Lovely greetings from
Marilyn
*
Unforgettable, that´s what you are..
Aus diesem Grund, immer schön ruhig bleiben, Brauner.
Denn:
In der Kathedrale meines Herzens wird immer eine Kerze für Dich brennen.
Marilyn
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“Von weitem betrachtet, sieht es entfernt aus”.
Frank S.
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To weaving, vikings and many midnight suns, we´ve got it made,
the train to Amsterdam, Hamburg plattform 12 .
Pod, Cal and the local hero
Laura Scott Marshall
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Le Sambuc, wie findet man Le Sambuc,
nun es liegt in der Camargue, man fährt von Fos sur Mer
nach Port Saint Louis, vor Port St. Louis biegt man
Richtung Salin de Giraud ab. Um dort hinzugelangen,
nimmt man die Bac de Bacarin, das ist die Fähre über die
Rhone, in Salin de Giraud dann wieder rechts nach Norden,
irgendwann kommt Le Sambuc, ein Ort, der mich fast vom
Motorrad  gehauen hat, Staub, Pferde,Stiere, eine geschlossene
Tankstelle und ein Hotel, eben Le Sambuc.
*

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Way up North young man
Green Bay Wisconsin. Es war stockfinstere Nacht, Buffalo, Chicago,
Milwaukee und Toledo hatte ich mir angesehen, ich war froh endlich die
großen Städte hinter mir zu lassen. Green Bay Bus Depot, warten auf den
Bus, der am nächsten morgen Richtung Canada fahren würde,
genauer gesagt, wollte ich nach Sudbury Ontario.
Außer mir saßen noch zwei “Native Americans”,ungefähr in meinem Alter,
in der Wartehalle der Busstation. Wir kamen ins Gespräch,
rückten näher zusammen, erzählten, zeigten Fotos,
so verbrachten wir die Nacht, bis es hell wurde und der Bus kam.
Die Beiden stiegen in Sault Ste.Marie aus,
wir verabschiedeten uns herzlich, dabei bemerkte einer von ihnen,
daß er noch nie einen aus Deutschland kennengelernt hätte,
zustimmend nickte der andere.
Ich entgegnete, daß ich noch nie einen “Indianer” getroffen hätte,
wir lachten.
*

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Für die Strasse von Sisteron nach Grenoble, Fos und Le Sambuc.
Für das Leben, das Stück Leben zwischen Sisteron und Grenoble.
Die Alpen am Horizont, die immer näher kommen und je näher sie
kommen, desto weiter wünsche ich sie weg.
Sonne, blauer wolkenloser Himmel, verdörrtes Gras, Olivenhaine,
Felsen, Staub, der Geruch von Oil und Benzin, das beruhigende Vibrieren
des Zweizylinders. Es ist spät, die Dämmerung, eine Tankstelle,
nochmal voll tanken, ein Bier, muß reichen bis in die Schweiz.
Weiter gehts, ich zünde mir noch eine an, dann starte ich den Motor.
Tschüs Betty Blue und Grüße an Philippe Djian.
An Grenoble vorbei…
Die Serpentinen hoch, es ist dunkel geworden, kalt,
Schnee liegt in der Luft.


*
In Kiruna war es nicht dunkel und trotzdem machte ich die Taschenlampe an,
Mitternachtssonne, Gelächter.
*
Die aufgehende Sonne hatte sich durchgesetzt, der Morgennebel zog sich
aus den Strassen Stockholms zurück. Ich lag in der Mitte des Raumes in
meinem Schlafsack, Karin Larsson kroch von dem Sofa, auf dem sie
geschlafen hatte und stieg über mich, genau in diesem Augenblick
machte ich die Augen auf und schaute nach oben.
Verdammt ich hatte den Schlafsack bis zum Hals hin zu…
…als sie zurückkam, immernoch unbekleidet, hatte ich mich befreit,
sie stieg erneut über mich, blieb stehen, meinen Kopf zwischen ihren
Füßen, schaute sie zu mir herunter, grinste und trank einen Schluck Kaffee,
“We have to catch the train to Göteborg, so get your bag packed”
*



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…und Dorit schaute einen Tischtennisball so böse an,
als sei er ihr ärgster Feind…
*
…in der Wundertüte stellte sich uns die Frage, ob wir uns Dallas
ansehen sollten oder nicht…
später haben wir uns dann doch noch Dallas angesehen,
beeindruckende Stadt
*

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hoho, der Thamer, Mutter gib dem mal nen Blaumann,
dann haben wir in Soltau eine Stahltreppe montiert…
und irgendwie haben wir uns auf dem Strandfest
aus den Augen verloren…
*
Die Frau in Gelb packte das Obst in ihren Korb und ging zum nächsten
Marktstand, das Gelb eines Van Gogh Bildes, in das Blau des mediterranen
Himmels getaucht, umflutet von den Farben eines südfranzösischen
Marktes. Matisse mußte hier gewesen sein.
*


*
Einen Grund, einen Grund gibt es nicht, es genügt, wenn man es sieht,
empfindet, das ist mehr als die Meisten wahrnehmen. Ernest sagte,
nichts dahinter, der Fisch ist der Fisch, der
alte Mann ist der alte Mann und das Meer ist das Meer, nicht mehr
und nicht weniger. Ich wollte nur eine gute Geschichte erzählen
*
Das ist ein tolles Foto, findest Du nicht ,
Du hast es doch gemacht, es muß dir doch gefallen.
Naja eigentlich…
Der Lavendel, das Blau, das hat bestimmt ganz toll geduftet?
Ja schon, aber das ist das Problem, deshalb gefällt es mir nicht.
Hä ?
Riech doch nur an diesem Foto, riecht so Lavendel?
Nein, das riecht nach … so wie Plastik, oder was ähnliches.
Und genau da liegt das Problem…
amhm…
*


*
…you know how people on the train fall asleep –
first one’s head drops lower and lower and then there’s a terrible
moment of wakening, when it seems as if you’re falling
and then have to wipe the dribble from the corner of your mouth
as you try to remember who you are and where you are and why.
Liz
*
… dann war da noch Liz Reed, der ich im Zug von Stockholm nach
Narvik zuhörte, die ganze Strecke, die ganze Zeit.
Und während ich ihr zuhörte schaute ich aus dem Fenster auf das Nebengleis,
welches an mir vorbei raste, ich fiel in einen tranceähnlichen Zustand, nahm
nichts mehr wahr, nur Gleis und Liz Reed.
Gregg, Duane und Dickey, da habt ihr einen guten Job gemacht.
*

*
-und wenn ihr Euch fragt, was das alles soll, fragt Milo.
-ach ihr wißt gar nicht wer Milo ist, der Texaner könnte es euch sagen,
aber ich weiß nicht recht.
-Yossarian, du weißt es doch, erkläre Du es ihnen.
-Nein, er hat meinen Fallschirm verkauft…
*
-und die Brücke, van Goghs Brücke in Arles, der Kanal?
-das ist ein Fake, die hat nie da gestanden, der Kanal ist auch falsch,
ein Becken eher..
-ach was, woher ist sie dann…?
-Fos sur Mer, zwischen Fos und Port de Bouc, da ist heute eine
Zementfabrik, links davon Salinen, mit Flamingos,
da hat sie gestanden, der Kanal, den gibt es noch.
-hä
-ja, die hamse einfach abgerissen und bei Arles wieder aufgebaut.!
-Ne,oder…
-Doch, Opa Olive hats mir erzählt, der hat in der Zementfabrik
gearbeitet, ansonsten weiß das keine Sau, nicht mal der Bürgermeister,
der glaubt auch nicht, dass es dort Skorpione gibt
-gibts da welche?
-ja… !
*

*
Es war sehr heiß an diesem morgen,
gefühlte über 30 Grad, ich machte mich gerade auf den Weg von Gruissan,
wo ich mir ein Haus am Strand gemietet hatte, nach Montpellier.
Betty und Zorg waren damit beschäftigt die Fassaden der Ferienhäuser zu streichen.
Zorg war so was wie der Hausmeister hier und Betty, seine Freundin,
sie wohnte bei ihm, die beiden klebten den ganzen Tag aneinander.
-Hallo ihr zwei, was treibt ihr da, rief ich ihnen zu.
-na das siehst du doch, oder?
-wer hat denn diese Farbe ausgesucht?
-olala, sie war billig, raunste Zorg, von der Leiter runter.
-wo willst du hin, fragte Betty.
-…nach Montpellier
-bleibst du lange.
– zwei oder drei Tage, weiß nicht mal sehen, adieu.
-bis dann.
Als ich zurückkehrte, waren die beiden verschwunden,
wer konnte damals schon ahnen, was noch geschehen würde.
Einige Zeit später hat mir Philippe die ganze Geschichte erzählt.
*
37,2° le matin
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Kurz vor Marseille… Ich hatte vollgetankt, wollte gerade bezahlen,
als plötzlich in der Eingangstür diese junge Frau vor mir stand,
erschrocken blickten wir uns gegenseitig an. In einer Hand hatte sie
einen Bündel Geldscheine, in der Anderen eine große
Automatik mit Schalldämpfer.
Sie warf mir die Pistole zu und ich fing diese reflexartig auf.
-Sieh zu, dass du die Kanone loswirst, da sind jetzt deine
Fingerabdrücke drauf, die Bullen werden gleich da sein, das dumme
Schwein hatte noch Zeit den stillen Alarm auszulösen, mit diesen Worten
verschwand Sie in der Dunkelheit…
…und ich, ich stand da im Licht des Verkaufsraumes und
hatte diese große Automatik mit Schalldämpfer in der Hand,
auf der nun meine Fingerabdrücke waren…
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Wombats and Wallabys
Andrea
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I think now, looking back, we did not fight the enemy, we fought ourselves, and the enemy was in us. It is over for me now, but it will always be there, the rest of my days. But be that as it may,
those of us who did make it have an obligation to build again. To teach to others what we know, and to try with what’s left of our lives to find a goodness and a meaning to this life.
Chris Taylor
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1959 wurde ich geboren. James Marshall Hendrix wurde von der Garfield High School verwiesen, Ernesto „Che“ Guevara und Camilo Cienfuegos rücken mit ihren Revolutionstruppen Bewegung des 26. Juli (M-26-7) in Havanna ein, Fidel Castro kommt an die Macht. Lunik 2 erreicht den Mond und zerschellt dort. Flugzeugabsturz mit Ritchie Valens, Buddy Holly und The Big Bopper. Der „Mini“ (ein britischer Kleinwagen) kommt auf den Markt. Auf der New Yorker Spielwarenmesse American Toy Fair stellt die Firma Mattel die erste Barbie-Puppe vor. Eintracht Frankfurt wird Deutscher Fußballmeister mit 5:3 gegen Kickers Offenbach im Finale von Berlin. Im Regierungsbezirk Düsseldorf wird erstmals in der Bundesrepublik Deutschland ein Radargerät zur Geschwindigkeitsmessung eingesetzt. Elvis Presley ist in Friedberg (Hessen) stationiert und lernt in Bad Nauheim die damals erst 14-jährige Soldatentochter Priscilla Beaulieu kennen.
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